Samstag, 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit – perfekt für eine Wanderruderfahrt dachten sich die Organisatorinnen Julia und Christine. Das ursprüngliche Ziel Stockstadt am Rhein war durch den niedrigen Wasserstand im Kühkopf leider nicht machbar. Da auch viele Anlegestellen am Rhein durch den geringen Wasserspiegel nicht mehr erreichbar waren, entschlossen sie sich für eine Wanderfahrt zum Fernmeldeturm mit Start und Endpunkt an unserem Bootshaus am Altrhein.
Bei bestem Ruderwetter – sonnig und nicht zu warm – trafen sich insgesamt 10 Ruderinnen und Ruderer um 9:00 Uhr am Bootshaus. Die Boote – zwei Doppelvierer mit Steuerfrauen – waren schnell ins Wasser gebracht und schon ging es unter den üblichen Frotzeleien los Richtung Mündung des Altrheins in den Rhein. Die ersten Kilometer waren ja gut bekannt, da sie der Trainingsstrecke entsprechen. Spannender wurde es dann als wir auf den Rhein eingebogen sind. Flussabwärts waren Nebelbänke auf dem Fluss zu sehen, sodass wir gespannt waren, was uns Flussaufwärts erwarten sollte. Glücklicherweise war dort nur leichter Dunst, sodass wir die Fahrt problemlos fortsetzen konnten. Auf den drei Kilometer gegen die Strömung wurde es dann ruhiger in den Booten, da die Strömung die Kräfte der Ruderer forderte. Mit Erreichen des Neckars mit seiner geringen Strömung war aber sofort wieder Stimmung in den Booten. Unter den insgesamt fünf Neckarbrücken hindurch vergingen die sechs Kilometer auf dem Neckar wie im Flug. Am Fernmeldeturm angekommen, mussten wir feststellen, das die regulären Anlegestellen der Amicitia und der Mannheimer Rudergesellschaft Baden auf dem Trockenen lagen oder zumindest aufgrund der nur wenigen Zentimeter Wassertiefe nicht erreichbar waren. Glücklicherweise war eine Behelfsbridge vorhanden, sodass wir doch kurz aussteigen konnten. Nach einem Gruppenfoto ging es dann wieder zurück Richtung Bootshaus am Altrhein. Die Strömung Neckar und Rhein abwärts half nun deutlich die Geschwindigkeit hoch zu halten. Wie sehr diese geholfen hatte, haben wir auf den letzten Kilometer auf dem Altrhein gemerkt, wo die Strömung gänzlich fehlte. Am Bootshaus angekommen wurden die Boote schnell aus dem Wasser genommen und gereinigt, sodass wir zum gemütlichen Teil der Wanderfahrt bei Hot Dogs bzw. Kaffee übergehen konnten.
Ulrich Sülzner
















